Dojo

 

 

Das Dojo, der Ort des Übens - oder: die Wahl des richtigen Dojos

Wer sich ins Dojo zum Training begiebt, tut dies nicht nur wegen den sportlichen Aspekten des Aikido. Die Begegnung mit Gleichgesinnten und Freunden, die Atmosphäre und die Stimmung spielen eine ebenso wichtige Rolle.

Ein Verein weist im Gegensatz zu einer Schule einige Unterschiede auf.
Kurz erklärt: Eine private Aikido-Schule ist ein Unternehmen und hierarchisch organisiert. Trainer und Lehrer sind oftmals Inhaber der Schule und als Unternehmer tätig. Der Teilnehmer ist Schüler und Kunde und kann mit der Einschreibung zum Unterricht und Begleichung des Schulgeldes ein Anrecht auf Unterricht geltend machen. 

Im Gegensatz dazu dient der Verein einem Selbstzweck. Er ist eine non-Profit Organisation (NPO). Bei Gründung wird der Vereinszweck in den Statuten festgehalten, welche gemäss ZGB/OR weitgehend frei festgelegt werden können. Die eingetragenen Vereinsmitglieder sind Miteigentümer. Vorstand und Leitung werden demokratisch an der Generalversammlung durch die Mitglieder gewählt. 

Jedes Vereinsmitglied kann mitbestimmen und ist so Teil des Ganzen. Allerdings ist jedes Mitglied auch selbstverantwortlich für seine Anliegen, seine Fortschritte und den Umfang seines eigenen Engagements in der Gruppe.

Es ist wichtig, dass bei der Suche nach dem "richtigen" Dojo nebst dem nächsten und schnellsten Weg zum Trainingsort auch andere Dinge beachtet werden. Nicht ausser acht lassen sollte man den Trainingsaufbau, die Didaktik, die Unterrichtskompetenz der Lehrer und die Gruppenzusammensetzung. Obwohl ein Trainer den Unterricht leitet, lernt man Aikido von und mit seinen Übungspartnern, welche einem anleiten und bei der Ausführung Hilfestellung bieten.

Für jeden, der Aikido ausüben will, muss es möglich sein, im Dojo seiner Wahl vorgängig mehrere Probetrainings zu besuchen. Sowohl im Training, als auch ausserhalb nimmt man Stimmungen auf, welche einem helfen, den richtigen Trainingsort zu wählen. 

Sowohl im Unterricht, als auch ausserhalb werden dem frischen Aikidoka viele neue Begriffe erklärt. Seine Mit-Aikidokas werden ihn enthusiastisch über alle Details der Techniken und des Unterrichts orientieren. Vieles davon wird am Anfang verwirrend und vielleicht etwas seltsam anmuten. 
Bewegungsfolgen und Techniken sehen oft recht einfach aus - und trotzdem wollen sie nicht auf Anhieb gelingen.... - warum bloss?

Vor allem soll man sich nicht entmutigen lassen!

Jeder hat seine eigene Art des Lernens, eigene persönliche Voraussetzungen und Fähigkeiten. Es ist darum vollkommen unerheblich, wie rasch jemand Fortschritte macht oder welchen Grad er bekleidet, denn dies entspricht seinem eigenen persönlichen Entwicklungsweg. Dazu gehört auch, dass man Fehler machen kann, bei Unklarheiten nachfragt, viel Geduld mit sich selbst aufbringt und stetes Üben um Fortschritte zu erzielen und um seinen eigenen "Weg" zu gehen.