Trainingskleidung

Hakama

Charakteristisch für die Aikido-Bekleidung ist der Hakama. 
Der Hakama ist die traditionelle Bekleidung im Aikido-Training ab dem 1. Dan-Grad. Es ist ein Hosen-Falten-Rock, welcher über die weisse Budo-Kleidung, das Gi, angelegt wird. Mit Bändern wird er am Gurt verschlauft und festgebunden.

 


       

 

Der Hakama hat sieben Falten, welche die sieben Tugenden des Budo symbolisieren:

  • JIN - Güte
  • GI - Ehre, Gerechtigkeit
  • REI - Höflichkeit, Etikette
  • CHI - Weisheit, Intelligenz
  • SHIN - Aufrichtigkeit
  • CHU - Loyalität
  • KOH - Pietät

Es empfielt sich, den Hakama gleich nach dem Training zu falten, weil in zusammengelegtem Zustand die Falten länger zeichnen.

Bei regelmässiger Pflege mit einer Kleiderbürste und sorgfältigem Zusammenlegen braucht der Hakama nicht unbedingt gewaschen zu werden. 
Wer es trotzdem nicht unterlassen kann, dem sei dringend empfohlen, die Falten vor dem Waschen mit einem Faden zu kennzeichnen, den Hakama tropfnass aufzuhängen und die Falten mit einer Wäscheklammer beim Aufhängen zu bilden, damit sie im trockenen Zustand wieder zeichnen, oder gleiche eine chemische Reinigung beauftragen. 

 

Keiki-Gi - Trainingsanzug, Obi - Gurt

Der Anzug ist ein weisser Judo-Anzug mittlerer Stoffstärke. Die Jacken sind aus einem Stück gefertigt und deshalb reissfest. Karate-Anzüge sind zwar leichter, aber leider nicht reissfest. Stärkere Anzüge, z.B. Judo-Gi aus dem stärksten Material, sind so dick, dass man sich darin kaum mehr bewegen kann (... "Michelin-Mändli"...). Die Trainingskleidung wird im Japanischen auch als Keiko-Gi ("Trainingsanzug") bezeichnet. 


Wenn die Jacke zusammen mit der Hose ohne weitere farbige Wäschestücke gewaschen wird, bleiben diese auch ohne Beigabe chemischer Bleichmittel weiss. Damit der Stoff nach dem Trocknen nicht bretthart wird, ist es ausreichend, wenn man dem Wasser einen Spritzer Essig als Wasserenthärter beifügt.

Der Obi - Gurt - wird traditionellerweise nicht gewaschen, da sich durch das Ueben “die Erfahrung im Gurt sammelt”. Die Hygiene spricht jedoch für ein gelegentliches Waschen.

Im Aikido-Unterricht spielen Gardierungen eine untergeordnete Rolle. Es befindet sich jeder auf dem eigenen Entwicklungsweg, was den äusseren Vergleich mit anderen Aikidokas überflüssig macht. Auf die farbliche Unterscheidung mit Gurtfarben wird deshalb verzichtet: Weiss für alle Kyu-Grade, schwarz ab 1. Dan-Grad.

Binden des Obi:

  
 

Faltet man die Jacke wie übliche Wäschestücke, ergibt dies ein Paket, welches in Sporttaschen herkömmlicher Grösse nur schwer untergebracht werden kann. Ein handliches Paket kann man allerdings bauen, indem man die Jacke flach vor sich hinlegt, die Hoste mittig und unten bündig einlegt, beide Ärmel an der Kante zur Hose quer über das Revers legt und anschliessend die Jacke von unten her drei mal hochfaltet.

 

In Japan ist es auch heute noch durchaus üblich, traditionelle Kleidung auch im Alltag zu tragen. Dies vielleicht etwas im Gegensatz zur Schweiz, wo Trachten beispielsweise nur sonntags oder an Festtagen angelegt wird.